Natürlich hast Du Recht, dass die Erprobungszeit eines neuen M-Motors bei über 2 Jahren liegt ... und beide in Frage kommende Motoren laufen bestimmt auch so lange in der Erprobung. Und auch nach meinen Infos scheint Richtig zu sein, das die BMW AG sich Ende 2011/Anfang 2012 für die von ihnen bevorzugte Lösung eines modifizierten AG N55 bzw. dessen Nachfolgers, entschieden zu haben scheint. Nur gibt es halt starke Gerüchte (u.a. auch nachzulesen auf BimmerToday) dass die M-GmbH diese Entscheidung der AG nicht zu akzeptieren scheint. Für Ludwig Willich aus US CEO der BMW AG sieht die Lage natürlich ein wenig anders aus ... er vertritt die AG Enscheidung einfach als bestehende endgültige Lösung.
Alle Infos die ich gefunden habe sind, dass die AG Entscheidung hauptsächlich aus reinen Kostengründen getroffen worden ist. Dort wird die Ansicht vertreten, dass halt durch das stark reduzierte Gewicht des F80 ein leicht modifizierter AG-Motor zur Erreichung M3-mäßiger Fahrleistungen ausreicht. Natürlich wird im Marketing niemand davon sprechen, dass der AG-Motor eine Billiglösung darstellt, nur sprechen einige Gründe wohl dafür, dass es real so ist. Erstens wird in Downsizing-Zeiten ein eventueller N55-Nachfolger ganz sicher nicht mehr als 3.0ltr. Hubraum haben und wohl auf dem Block des N55 mit nochmals verbesserten und optimierten Innereien aufbauen. Also stehen die Rahmenbedingungen für einen R6 ziemlich fest ... Problem wird neben einer entsprechenden Spitzenleistung vorallem auch ein M-mäßiges spontanes Ansprechverhalten sein, dass für einen M3 unabdingbar ist. Beim S63Tü hat die M-GmbH mit dem innovativen Turbosystem ja nahezu das Optimum was bei einem Turbo möglich ist erreicht - durch bankübergreifende Turbos mit ultrakurzen Wegen zwischen Abgasaustritt und Turbine und dem durch die Zündfolge erreichten dauernden Anblasen/Unterdruckhalten der Turbos - nur ist dieses System bauartbedingt auf V-Motoren beschränkt. Bei einen R-Motor sind die Wege zur Turbine schon durch die Bauweise deutlich länger ... also ist das zur Zeit beste Turbosystem bei einem Reihenmotor nicht einsetzbar. Ob das tolle TriTurbo-System des N57-S auf einen Benziner einfach adaptierbar ist ist auch lt. AB Sportscars wegen der Drücke und Temperaturen zweifelhaft ... also bleiben für mich nur Monoturbo oder BiTurbolösungen, wobei ch bezweifel, dass eine Lösung mit zwei TwinScrollladern effektiv möglich ist - bankübergreifend in jedem Fall nicht ... also wird es bei einem R6 in jedem Fall zu einer Lösung mit relativ gro´ßen Ladern kommen um die erforderlicher Spitzenleistung (wenn man sich nicht gleich auf >450PS beschränkt) aus 3.0ltr. Hubraum zu erreichen mit den bekannten Problemen beim M-würdigen Ansprechverhalten. Hier würde mich dann das patentierte eTurbo-System als einzige Lösung anbieten ... also ein elektrischer Antrieb der Lader bis genügend/damit dauernd Ladedruck zur Verfügung steht = größe ineffektive Lader für die Spitzenleistuning plus ein künstlich generiertes M-Ansprechverhalten mittels Elektromotor .. im Prinzip würde dann sogar ein großer TwinScroll ausreichen ... aber das währe, als würde man ein Auto aus Kostengründen "billig" unfahrbar konstruieren und die Fahrbarkeit dann durch das ESP generieren => 100%ig nicht M-würdig und ganz bestimmt eine der AG aus Kostengründen genehme "Billiglösung"
DAS bezweifelt auch gar keiner ... nur muß man sich nur mal den Thread durchlesen um festzustellen, wieviel wirkliche M3-Fahrer und dazu noch sich Neuwagenkunden sich da SO begeistert von der R6-Entscheidung zeigen ... überwiegen sehe ich AG R6-Fahrer und Alt-M3 E46 R6-Besitzer ... und viele haben scheinbar noch nichtmal begriffen was der R6 bedeuten würde ... Turbo und AG-Motor, wenn man sieht wieviel da von einer Rückkehr des S53 phantasieren ... am besten noch mit 3.5-3.8ltr. Hubraum ... ist doch völlig gaga, ebenso wie die 335i-Tuning-Fans, die schon immer wußten, das ihr Motor das eigentliche M3-Aggregat im Konzern darstellt ... nur alle die würden eh NIE einen M3/M4-Neuwagen kaufen.
Uli_HH